wernigerode
es war wie anzuhalten, einfach so, um zurück zu schauen. der blick nach hinten um den weg zu erkennen. manchmal ertappe ich mich doch dabei, ja.
diese gegend bin ich vor 15 jahren das erste mal begegnet und zeitweilig sogar reger besucht.
wernigerode, da wo man hexen und ansichtskarten in gleiche auswahl angeboten bekommt, wo man kein thermometer braucht weil es eh immer kalt ist, wo sich die gelaufene meter brüderlich in strecke und höhenüberwindung teilen, wo der durst nach blick erst auf dem gipfel gestillt wird… das ist “mein” wernigerode.
leider war der trip diesmal kurz. zuviele anliegen und aufgaben drangten den genuß von bergige luft in den hintergrund. aber ich wäre nicht ich wenn ichs mir hätte ganz entgehen lassen. ja, ich hab die kälte getrotzt, mich von schattigen und gefrorenen wege nicht erschrecken lassen, ich hab den weiten blick nicht nur genossen sondern auch festgehalten.
die schnapschüße erfassen keineswegs den feeling der berge. aber sie lassen es erahnen. das pony, eine 14-jährige dame namens susi, schenkte mir diese neugierige blicke. festzuhalten lohnt sich hier die bemerkung daß ihr dickes fell und ihre schwarze kleidung sie nicht daran hinderten, ein freundliches und friedliches wesen zu sein.
in diesem sinne, frei nach nana mouskuri, “wernigerode adieu. ich komme wieder zu dir zurück.”
little Joe