stimmungsbarometer: momentaufnahme
datum: steht unten
uhrzeit: steht auch da
zustang: bah
tendenz: sinkend
winkel: 45° im 4. quadrant
prognose: autsch
momente gibt es im leben die nur einen zweck erfüllen: als vergleich zu dienen um unterschiede zu verdeutlichen. bei mancheiner treten sie selten auf, bei manchanderer häufiger. mir ist inzwischen bewußt daß ich davon ein familiengroßes abo hab… vermutlich hatten meine erzeuger schiß davor daß es beim erstem versuch bliebe, also hab ich alles abgekriegt. wär ja viel zu schade wenn unverteilte macken, also ungenutztes potenzial übrig geblieben wären… letzendlich habens sie es beim zweitem versuch auch nicht besser hingekriegt. aus angst defekte hirnmasse zu erzeugen, haben sie einfach die menge reduziert. tja… manche tiere sollten einfach keine eier legen… ist aber ein anderes thema.
nur wenn man weiß kennt, kann man sich bewußt für schwarz entscheiden, oder sich an schwarz erfreuen. gut ohne böse gibts nicht, wie warm ohne kalt. genau so ist es mit den lebensabschnitten. ohne die schlechte zeiten wäre die wahrnehmung der guten unmöglich. diese rationalisierung beruhigt mich. zugegeben bedingt und nicht durchgehend, aber immerhin manchmal.
dynamisches gleichgewicht, wie ichs nenne. im langzeit-durchschnitt komme ich auf dem selben wert wie jeder anderer, also auf die nähe der (normal-) nulllinie. aber während die meisten humanoiden mit der amplitüde ihrer ausweichungen geizen, scheine ich eine besondere begabung für hoher seegang zu haben. grafisch sieht es so aus daß im gegenteil zu den meisten die die nullinie einfach folgen, kreuze ich sie nur in mehr oder weniger steilen winkeln. langweilig wirds daher bei mir eher selten, kostet aber viel mehr kraft. reptilien lassen ihr gelege in wassernähe verbuddelt… vielleicht war mein ei nicht ganz zugedeckt und ich wurde von der strömung ‘ne runde mitgenommen… geschlüpft bin ich aber wieder am lande, denk ich mal… egal.
desöfterem hat mich dieser yo-yo-schicksall gestört, wie jetzt wieder. gern würd ichs zumindest eindämmen. normal werd ich eh nicht, da ist hoffnung vergeudet. aber so extrem mußte auch nicht sein…
nur wenn man den boden spürt, kann man aufstehen. wenn man kein boden spürt, ist man noch nicht unten. wenn sogar der alter mann (wie hieß der nochmal…?) ein fester punkt im universum gebraucht hätte um die erde auszuhebeln, schäme ich mich nicht nur weil ich genau das selbe problem hab.
punkt gibts aber nicht, zumindest noch nicht. die idee wär stattdessem den winkel weiter an die 90° zu bringen in vergleich zur x-achse (zeit) um somit eine künstliche beschleunigung zu erzeugen. da wäre der boden schneller da. nachteil ist der aufprall… autsch… schwierige entscheidung zwischen völlige erschöpfung oder beule…
hab mich erstmal für die beule entschieden. ist aber schwieriger als es aussieht. ein gewisser selbstschutz meldet sich zur wort und macht mir die planung kaputt. diese verhält sich wie die schnur vom yo-yo, leider aber mit unzählige knoten. die idee wär den anlauf mitznehmen… aber wenn ich schon nach unten gebremst werd… darf ich unten erstmal die schnur vom makraméé befreien bevor ich mich an ihr wieder hochrollen kann. traumhafte aussichten…
egal. da werd ich dann ein auf “if it isn’t broken (yet), don’t try to fix it” machen und warten daß es soweit ist. immerhin hat mir der kaffee heut besonders gut geschmeckt, die zigarette auch, und…
little joe
Am 16. Oktober 2008 um 21:28 Uhr
ich unterschreibe hiermit jedes deiner worte, denn sie sind ebenso meine. erstaunlich, wie gleich wir denken und erleben, was uns dieses seltsame leben beschert.
mir stellt sich langsam die frage: wer ist wer? bist du ich und ich eigentlich du oder sind wir ein und dieselbe person?
die beantwortung dieser frage wird sich sicherlich noch etwas hinziehen.
daher: es macht spaß und beruhigt, dass ich nicht allein in diesem getümmel der maskeraden und privatvorstellungen meinen zickzackkurs vollführen muss.
schön, dass du da bist!
schön, dass wir uns kennen!
schön auch alles andere…