slow-rock

der schnee ist erstmal weg. grau in grau, kalt, naß ist das was bleibt. von sonne immer noch keine spur…

mir ist nach zeichnen, nach sitzen und geniessen, nach der verbindung zur mutter-erde die ich schon viel zu lange nicht mehr hergestellt habe.

mir ist nach leute. dieses knastähnlichen leben geht langsam an den reserven. das umfeld besteht aus leute die aus eher weniger persönlichen gründen dazu gehören. mit den geh ich nicht aufn bier.

hab gestern ein paar behördengänge gemacht. hab zum ersten mal ein beamter erleben dürfen der das klischéé voll erfühlt. schon beim reden schnellten die einzelnen worte in sekundentakt und überwältigten mich. nach der mitte des satzes wußte ich nicht mehr wie er angefang hatte. auch bei, zuhören/verstehen von mein anliegen habe ich beinah zum zeichenblock gegriffen. ich hab mich wie bei der versteckten kamera gefühlt. sowas langsames und begriffstütziges habe ich definitiv noch nicht erlebt. bleibt in erinnerung. ich hoffe nur daß mein anliegen dann doch von jemand anders bearbeitet wird weil sonst habe ich ein lebenslängliches erlebnis…

bin wieder ‘n paar haltestellen per pedes gegangen. dort wo ich gelandet war, hat es mir doch gut gefallen. kleinere häuser, kleine lädchen, leute auf die straße die nicht nur gestreßt ihre hülle von a nach b transportierten. flair hatte ich aufeinmal vor meine kurzsichtigen augen. war grund genug um meine monatskarte ruhen zu lassen. kippe und baske, flossen ina tasche, und grinsend lief ich rum. hab auch wieder ein paar fotos gemacht.

nu sitze ich wieder da, virtuell suchend nach reellem dach. die burokratische gänge machen mir das leben schwerer als sie es schon ist. man braucht ein magen aus titan und eine überdosis an l-m-a-a-überheblichkeit um aus dem vorgang kein gutschein für die geschlossene zu machen. aber die stimmung ist gut. wird schon. diese antrainierte begründungsunabhängige gelassenheit hilft doch eine “hinter der linse” perspektive zu erzeugen. der schützenden abstand ist gegeben.

in diesem sinne… weiter rocken aber bitte etwas schneller.
c u later.

veröffentlicht am 24. Februar 2009 unter flickr, diary

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