puzzle oder sudoku?

wida mal uf de fresse. nö, diesmal nicht ganz! ich hab damit gerechnet. ich wußte es schon vorher.

leute die ich lange kenne, die ich lange begleitet hab, die können es nicht richtig verbergen. nur mit der sprache kommen sie nie richtig raus. bohren muß man, lange bohren, bis das doch rauskommt was eh offensichtlich ist. lügen tun sie auch nicht. aber schweigen. sie schweigen und versuchen aussagen umzugehen, leisten beinach zircusreife vorstellungen. und das tun sie bis es eh nicht mehr nötig ist. ehrlichkeit auf sparflamme, schweigen um die wahrheit und ihre konsequenzen nicht begegnen zu müssen. verschwendung von hirnleistung…

was bleibt danach? ist ja nicht nur die aussage die verletzend ist. da ist noch die tatsache der verschweigung und des nervenzerrenden weges bis zur ausprache. danach bleibt nicht viel.

das was bleibt ist nicht sofort sichtbar, sieht meistens nach sehr wenig aus. und dieses wenig ist dazu noch zerstückelt. es zusammen zu fegen ist mühesamm und entbehrt scheinbar jegliche rationale grundlage.

das schwierige dabei ist die gesamtheit der fragmente wahzunehmen. man weiß nicht was übrig ist, sondern das was weg ist. die neuzuordnung muß erst mit hilfe des ausschußverfahrens eingeleitet werden. hmmm… schwierig.

die erste reaktion ist, bei mir, es zu lassen. aus eine kiste von puzzelteile, die rauszupicken die zu kein bild passen, ist schon ein scheißjob. und danach, aus diese lose winzige teile, irgendwas nützliches zu machen (ohne sicher zu sein daß es überhaupt geht) grenzt an beschäftigungstherapie. die frage die sich stellt ist: wozu? ist es wert? erkenne ich dann was daraus oder mache ichs nur um mir recht zu geben, weil ich schon vorher weiß daß eh nix wird? hab ich nicht mehr davon wenn ich die zeit und die hirnleistung mitn sudoku verschwende?

diese frage, meine lieben, muß jeder für sich selber klären.
ich, ich muß erstmal “puzzeln”.
little Joe

veröffentlicht am 6. September 2007 unter dünnpfiff / thin whistle

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