mein täglichen tetra-pac

aufgestanden bin ich heut mit eine unendliche liste von to-do’s, wie immer. letzendlich hab ich das geschaft was ich geschaft habe, was die subjektive auswertung von ihre effektive schwester trennt. egal. bin zufrieden.

hat geschneit. nachts richtig, tagsüber eher so-la-la. schneeregen ist für mich schlimmer.

als brillenträger kennt man das. jeder flocken haftet sauber an der linse und wartet auf gesellschaft. der grundsatz der revolution ist damit auch erklärt. man muß das system an seine schwachpunkte angreifen. und wenn einer der anfang macht, dann kommen viele andere dazu.
egal. ich hatte es eh nicht weit. aber der wind war günstig, für den schnee, klar.

hab mir heut was neues ausgedacht. statt mir ‘n tetra-pac mit irgendwelche wiederverdünnte brühe zu holen, wie immer, um während der arbeit den hals mit synthetischer obst-beigeschmack zu entstauben…

hab ich mir ‘n anderen tetra-pac ausgesucht: milch.

die grundidee war richtig. flussigkeit wie immer, die gleiche menge wie immer, aber eiweiß und entgifter und kulturen und alles was ich schon wieder vergessen habe (die schule ist doch schon ein paar tage her…) dazu.

mein kollege hat etwas verduzt gekuckt aber ich bin neu da und geniesse noch in manche sachen eine gewisse narrenfreiheit. war auch kein problem für mich. bin es ja gewohnt daß mich die leute mitm sonderblick mustern.

wenn ich schon ziemlich körperlich betont arbeiten darf, während der ganze arbeitszeit keine zigarette anfasse, warum sollte ich nicht auch versuchen diese alte karkasse etwas gutes zu tun? vielleicht zeigt es ja irgendwann wirkung und ich wachse noch ein stück. die hoffnung stirbt zuletzt, ist ja klar.

ergebnis: ich war froh als die packung alle war. ich war stolz auf mich weil ichs durchgezogen habe. weg war der durst nicht. aber mehr ist er auch nicht geworden. der ungewohnten beigeschmack ist mir noch fremd, da ich normalerweise sowas nur mit viel kaffee und zucker zu mir nehme. vielleicht gewöhne ich mich daran. soviel zu den positiven aspekte. wieder zuhause, bedankte sich mein verdauungstrakt dafür in eigene manier. ich erspare euch die details aber ich glaube es war einfach zuviel des guten aufeinmal. weiß noch nicht was ich morgen trinke.

hab mein dienstplan für die nächsten zwei wochen bekommen. bin doch hart in nehmen. kein problem. die arbeit macht nach wie vor spaß und das ist das sonderliche und für mich erhaltenswerte an der sache. selten hab ich mitten in so eine truppe gestanden, wo alle gerne hingehen. kein gemotze, keine schlechte laune, kein idiot der vorbeiläuft ohne zu grüßen, keiner der sein job nicht sorgfältig macht. ich bin manchmal echt verwirrt. vielleicht war ich viel zu lange im osten. sowas ist mir irgendwie noch suspekt.

nein, ich werd auch nicht der jeniger sein der das haar in der suppe sucht. dafür gehts mir viel zu gut.

bin immer noch satt von der blöden milch. so eine schnappsidee aber auch… hab erstmal ‘ne halbe tüte chips hinter mir gebracht und ich schmecke immer noch nur milch…

hab endlich den brief den ich meine liebe tante im zug, vor 4 tage, geschrieben hatte, im umschlag gesteckt. mit ein bißchen glück, schaffe ich den noch vor montag abzuschicken. diese logistische koordination von aufgaben ist alles andere als leicht für jemand der von natur chaotisch und spontan veranlagt ist. aber so ist es wenn man kein personal hat.

morgen gehts weiter mit wohnungssuche. aber irre kann man auch dabei werden. hier gibts formulare für wohnungsinteressenten wo die leute mehr wissen wollen als ich dem pfarrer meines vertrauens bei der beichte jemals verraten würde. nicht mal mein psychiater, geschweige meine frau oder meine mutter wissen soviel.

in diesem sinne, weiter grinsen. und denkt daran daß milch eine der preiswerteste getränke ist die man hierzulande kriegt.

veröffentlicht am 20. Februar 2009 unter diary

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