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Archiv der Kategorie lyric

the feeling

I’ve learned that people will forget what you said, people will forget what you did, but people will never forget how you made them feel.

Maya Angelou

veröffentlicht am 20. Dezember 2011 unter lyric, lost&found, eng/port/fra..., dünnpfiff / thin whistle

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es und du

schon oft bist du da lang gegangen. oft hast es gesehen, du weißt schon daß es da ist. es gehört dahin, interessiert hat es dich nie sonderlich, aber ist nun mal da.

damit kannst du nix anfangen. ist weder deins noch hast du dafür verwendung. verloren hast es auch nicht, also rührst es auch nicht an.

es gibt jemand der es benutzt. vielleicht nicht ständig aber manchmal. vielleicht möchte es auch nicht immer benutzt werden, das weißt du nicht.

aber irgendwann glitzert es dir entgegen.

da scheint die sonne drauf. du gehst hin und bleibst ein momentchen stehen. aufeinmal siehst du es richtig.

ist doch das was du kennst, nur anders. nein, nicht viel anders. nur ein wenig anders. nicht anders weil es jetzt anders wäre. nur du siehst es anders. du bist das erste mal ganz nah dran.

du bist so nah daß du jede gebrauchsspur, jeder kratzer einzeln sehen kannst. vom gebrauch polierte stellen spiegeln das sonnenlich in deine augen. du blinzelst. es fesselt dich.

noch nie hast es so gesehen. noch nie hast du dir die zeit genommen, es zu betrachten. noch nie war es für dich mehr als einfach nur da. aber nu glänzen deine augen vor bewunderung.

du erinnerst dich an früher. auch du hattest sowas. war aber deins. lag weder rum noch hast du es nur selten verwendet. oder vielleicht doch und du hast es nur nie gemerkt.

deins ist lange her. seitdem hast du keins. dir gehts auch gut so, ohne. vermißt hast es zumindest nicht, bis jetzt.

deine denkdrüse arbeitet auf hochtouren… dein puls wird schneller… du starrst es an aber siehst es nicht mehr. die zeit bleibt stehen. in dir setzen sich zahnräder in bewegung die du vergessen hattest daß du sie noch hast.

der tag holt dich zurück und du gehst. aber deine gedanken bleiben. du wirst wieder kommen.

in deinem kopf kreist es noch. war eigentlich schön, als du deins hattest. eigentlich könntest du wieder… aber wenn, dann ein richtig schönes. das was du gesehen hast… könnte eigentlich…

du kehrst wieder hin, diesmal mit absicht. das erste mal mit absicht. du willst es sehen, von allen seiten betrachten. es gibt bestimmt noch was, was du nicht gleich gesehen hast. fasziniert, drehen sich deine augenwinkel richtung himmel.

du willst es anfassen, traust dich aber nicht. erstmal nur kucken. obwohl… nein. nur kucken.

es war nicht irgendein das dich wachgerüttelt hat. es war genau dieses das deine sehnsucht in dir geweckt hat. wie wäre es, wenn es deins wäre?

auch wenn du es locker benutzen könntest, fasst du es nicht an. wenn du es berührst, möchtest du das nur du das darfst. du kennst nur deins, oder nicht-deins. daß es jemand bereits nutzt… das kannst du nicht. es bleibt.

auch du weißt, du würdest nicht immer dafür zeit haben. weder jeden tag noch in kurze abständen. oft würde es einfach da sein, in dein besitz, aber ungenutzt.

genauso steht es da, vor dir.

auch wenn es keine zahbürste ist, teilen kannst du nicht. dieses soll es sein, deins, nur deins.

wäre der jeniger der es benutzt genauso wie du, hättest du es nie gesehen. daß du es auch so benutzen kannst, reicht dir nicht. daß es vielleicht möchte, auch von dir benutzt zu werden, willst du nicht hören.

also bleibt es, da. und du wirst es dir antrainieren müssen, wegzuschauen wenn du vorbeigehst. aber du wirst deins finden. es wird ein anderes sein und du wirst dieses schon lange vergessen haben.

ob es dich auch vergessen wird? warscheinlich nicht. es wird weiterhin da sein, für dich schimmern wenn die sonne draufscheint, und sonst genauso wie bis jetzt… für die meisten unsichtbar bleiben.

veröffentlicht am 10. September 2010 unter lyric, dünnpfiff / thin whistle

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der garten von eden

da wacht eden eines tages auf und setzt sich im kop, einen garten haben zu wollen. “tolle sache” denkt er sich.

eden hat lediglich eine wage ahnung von dem was er sich wünscht, “so mit viel grün und so” stellt eden es sich vor. noch nie hat eden mehr als blumen in vase gehabt aber “wird schon klappen”.

eden geht los und kauft sich alles was er braucht: bäumchen, rasensamen, eine hollywood-schaukel, sonnenschirm samt ständer, grill, lichtgirlande und fackeln für die abendstimmung, bier, salsa-sauce, schlager-cd’s, plastiklatschen und ein dickes buch.

hinterm wohnblock ist ein stück brachland. keiner weiß wem es gehört, keiner macht was daraus, also… “wird auch keiner stören”.

die anlieferung erfolgt am nächstem tag. der rest “wird sich dann regeln, wenn alles da ist”.

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mit kleinen sprengsätze schafft eden die löcher im boden um die bäume einzusetzen. dann kommt der saatgut großzügig überall drauf “und der rest macht mutter-natur”. den ein oder anderer stein muß her um die hollywood-schaukel am wackeln zu hindern und da wo die steine waren, kann man gleich die fackeln stecken.

“sieht schon ganz gut aus” sagt sich eden und klopft sich auf die schulter.

der schirm bleibt gleich offen um die sonne anzulocken. der grill ist aufgestellt und das buch samt lesezeichen liegt auch schon draußen. nur die lichtgirlande bleibt erstmal aufm boden bis die bäume groß genug sind. aus seinem balkon im drittem stock baumelt aber schon die kabeltrommel.

eden macht noch eine ehrenrunde und redet mit den bäumchen, eher er sich seinem gewohntem alltag wieder widmete. gehört hatte er daß es gut sein soll, daß sie dann schneller wachsen.

zwei monate später geht X wieder raus. er hat seitdem sein 3×5m-garten nicht mehr betreten. zu beschäftigt war er mit leute für die anstehenden garten-partys online zu gewinnen, seine modelleisenbahn fertig zu stellen, sowie die goegrafische warscheinlichkeitsberechnungen für einzustürzenden meteoriten auf den seychellen endlich auf dem meteo-portal zu veröffentlichen. “prioritäten” wie eden es zu sagen pflegte, falls er ausnahmsweise mit irgendjemand sprach.

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nach dem ersten rundblick der ihm beinah einen herzinfarkt beschert hätte, greift er wieder zum computer. zuerst sind die lieferanten dran, die “nur mist verkaufen”. dann die virtuellen freunde die vor diese firma “gewarnt werden müssen”. “den mußte man das handwerk legen” wird zu sein meistgeschriebenen satz.

eden ist zutiefst entäuscht und begräbt seine pläne von garten für den rest seines lebens. aber was gutes hat die sache gehabt: jetzt hat er ein thema worüber er sich mit leute, wenn auch nur virtuell, unterhalten kann. er hat ein eigenen forum eröffnet der von gleichgesinnten sehr intensiv genutzt wird und hat sogar einige von ihnen für sein meteo-portal gewinnen können.

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nein, eden hat sein garten nicht vergessen. in zwei wochen wird er alles wieder bestellen, nur bei eine andere firma.
little joe

veröffentlicht am 1. Dezember 2008 unter lyric, dünnpfiff / thin whistle

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der faden

auch am ende des denkfadens ist meistens nur ein knoten.
little Joe

veröffentlicht am 24. November 2008 unter lyric, dünnpfiff / thin whistle

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von aue über uppe, ick, mal und ers zu wir

trauen
vertrauen
zutrauen
mistrauen
anrauhen
bedauern
abbauen
trauern
wiederkauen
aufräumen
puppe
suppe
hupe
lupe
blick
tip
trick
tick
mal
einmal
vielleicht
nochmal
anders
wann
anders
wo
anders
wir

little joe

veröffentlicht am 23. Oktober 2008 unter lyric

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