feierabend

feierabend ist auch so ‘ne erfindung… man hats auch ohne es zu haben. ein wort wie viele anderen die ihre bedeutung längst verloren haben, oder zumindest ihre praktische anwendung. ich bin alle, also für mich nur abend.

lansam finde ich mich zurecht, in mein wirrwarr von kleinigkeiten auf die ich aufpassen muß in dienst. nix was nicht zu schaffen wäre, schon klar. aber die anfängliche sucherei nach dem “was war noch damit?”, vorallem in stressigere momente, macht langsam platz für die gelassene routine.

mittlerweile erkenne ich auch die “versteckte” strukturen. diese sind genauso wichtig wie die amtlichen, dennoch stehen sie nirgendwo aufgeschrieben. ja, es wird.

hab gutscheine gekriegt. und da ich nur ein von den brauche, hab ich welche verteilt. hab sie nicht nur an leute die zu mein umfeld gehören verteilt, sondern auch an leute die mal dazu gehörten.

bei letzteres, jemand mit wem ich vor einige zeit den kontakt abgebrochen hatte, passierte das seltsame. die kommunikation hatte ich beendet weil sich diese person massivst außerhalb der freundlichkeit mir gegenüber bewegte. trotz berücksichtigung von afekt und unausgegliechenheit, blieb mir nichts anderes übrig als mich vor unsachlichen wutausbrüche zu schützen. so blieb es monate lang still zwischen uns.

und nu, weil ich vermutete daß grad diese person mit dem gutschein was anfangen könnte, entschied ich mich dafür, das geschehen zu verdrängen. hab mir ein briefumschlag geschnappt, ihre adresse eigenhändig draufgeschrieben, briefmarke drauf geklebt, und mich zum postkasten bewegt. aufm weg war das ding.

als antwort kam dann ein danke-smiley. bis hierhin lief alles gut.

dann dachte ich mir, ich frag nach, ob sie jemand hat der auch so ‘n ding gebrauchen kann. ich machte den fehler, dazu “nimms als friedensangebot an” zu schreiben. und dann war sie aufeinmal wieder da, diese sarkastische und unangenehme art auf die ich schon vor monate kein bock mehr hatte. zitat (vollständig): “vielleicht für meine schräguntennachbarn. die hatten sich weihnachten schon gefreut. friedensangebot per gutschein? hm, seltsam isses schon… ich überleg grad noch, mit wem ich da wohl mehr ähnlichkeit zu haben scheine: irak, iran, israel, afghanistan oder die palästinensischen gebiete…“. schon scheiße wenn man versucht, jemand was gutes zu tun. egal. ich habe daran gedacht daß sowas passieren könnte und hab es trotzdem getan. war mir den risiko bewußt.

ich verlange nicht grundsätzlich eine formelle entschuldigung. mir reicht es auch wenn der jeniger seine haltung überdenkt und dementsprechend verändert, so daß es angenehmer weiter gehen kann. bei diese person werd ich wohl auf verändung warten bis mich der holzkasten umhüllt. kein problem. diese meine schublade ist eh alles andere als leer, also können sie sich gegenseitig gesellschaft machen. abhaken. ende, aus, miki-maus.

so. jetzt versuche ich noch mein skype zu flicken. das ding nervt. mein ubuntu mag mein skype nicht, meine audio-karte mag mein prozessor nicht, ich mag alle und keiner kooperiert. so ‘ne kacke aber auch! wenn jeder sterblicher ‘ne sip-adresse hätte, wäre es denkbar einfacher. aber nein, man ist gebunden an irgendwelche blöde software. ist wie in der urzeit. entweder trommeln alle oder geben rauchzeichen, aber wenn einer einfach ruft, verstehts keiner. fortschritt ist auch relativ, meine lieben.

so. zeit ist um. feierabend!

veröffentlicht am 22. Februar 2009 unter diary

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