die rose II
habs bei mir hingehängt. seit 2 tage steht sie da, in meinem kopf aber schon viel länger.
die idee vom daumenkino hab ich mittlerweile verworfen. dazu fehlt mir inszwischen die begründung.
jemand die tränen abzuwischen, zu lächeln zu bringen, zu zeigen daß das leben auch schöne zeiten hat…
hab mich in einer sache reingesteigert ohne zu erkennen daß ich sie dadurch verändere, sie in dem verwandle was ich gern sehen würd.
weiß mittlerweile auch nicht mehr was mich gefesselt hat. hab mich so intensiv damit als “startpunkt” befasst daß ich die endgültigkeit dieser statischen zustand übersehen hab. hätt ichs fatalistisch betrachtet, so wie jetzt, hätt ich mich möglicherweise nie daran zu schaffen gemacht.
nach wie vor halte ich das original für nicht besonders schön. ein abgemagertes mädchen, geschmückt von außen und zerrissen von innen, verschärft durch tränen aus blut, gemischt mit übergröße und dadurch vordergründige kindische augen, dunkler hintergrund, rahmen im ahnengalerie-styl als zeichen für endgültigkeit, mitleiderregend, schokierend… so schafft es ein einziges bild mein beschützer-instinkt zu wecken…
ich habs verändert, und doch wieder nicht. letzendlich hab ich nur meine eigene perspektive geändert und nicht die situation. ich hab ihr die tränen leicht abgewischt. sie hätte es nie getan. hab ihr ein anderes background gegeben und sie vom rahmen befreit. hab ihr viel weggenommen an selbsterfahrung, an initiative, ohne zu merken daß sie es ohne mich nie getan hätte. der weg indem ich sie geschubst hab, war nicht ihr weg, sondern mein. hab “gott” spielen wollen…
so ist es nun mal, wenn man digitale bildbearbeitung mitm leben verwechselt, virtuell und real vermischt, rational und emotional nicht auseinander hält.
was hab ich daraus gelernt? keine ahnung. möglicherweise viel, warscheinlich nix. das wird sich erst beim nächstem mal zeigen.
little Joe