die eagles-cover(-up)-band

erlebnisreicher abend, gestern, in punkto live-mucke…

was braucht man als eagles-cover-band um gut zu sein? normalerweise nicht viel: ein schlagzeuger der nicht allein abhaut und möglichst auch atempo spielen kann, ausgefeilte zweit/drittstimmen die gut miteinander harmonieren, und vielleicht noch ein anständigen slide-gitarrist.

tja… das hatten sie. nur leider war das schon alles. cover und cover up liegen mehr als zwei buchstaben auseinander. arme eagles…

hier die 10 band-leitsätze die ich erkennen könnte:

1. stimmen und auf einander abstimmen der instrumente ist nicht erforderlich (ein teueres brett verstimmt sich nicht)

2. die ersten 3-4 takte eines titels sind eh fürn arsch, man muß sich gegenseitig suchen und finden (proben sind was für weicheier)

3. tonlage ist relativ. jeder darf sich seine aussuchen. sind eh nur buchstaben die als empfehlung dienen und keine pflicht (macht ja nix, das publikum (er)kennt eh nicht die songs)

4. manchmal muß man den takt verlassen und gleichzeitig statt zusammen spielen (man hört sich ja schließlich am liebstem selber und anders gehts nicht)

5. man setzt durch lautstärke das publikum in bewegung (schallwellen sind bekanntlich mechanische schwingungen die sich im raum auf alle körper verbreiten, zumindest theoretisch)

6. man darf alle noten benutzen die man zur verfügung hat. immer! (künstlerische freiheit)

7. das schlagzeug ist groß genug daß man es sieht. hören müssen die leute es auch nicht noch (außerdem hören wir uns alle nicht)

8. die originalinterprätationen sind alt, überholt und viel zu schwer zu spielen. die kunst besteht darin, den selben solo in möglichst viele songs zu können.

9. wir spielen einmal die stunde, jedesmal ein bißchen (sonst reichen unsere songs ja nicht für den ganzen abend). soll ja nicht in arbeit ausarten!

10. ja, wir spielen auch eagles, manchmal (wir spielen nur vielleicht nicht das was ihr von den kennt)

zumindest hat meine cuba-libre genauso gut wie immer geschmeckt. ist auch mal was. ganz ohne alk wär ich noch früher gegangen. tja..

veröffentlicht am 16. Mai 2010 unter music, flying outside

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