arsch

als ich gestern über die straße ging…

da stand ich aufm sperrstreifen, zwischen den fahrbahnen, nach dem ende einer linksabbiegespur. sicher fühlte ich mich und wartete geduldig darauf daß die autos vorbeifahren. 17.30uhr, ein schöner tag, ich und susi aufm weg ina stadt.

von weiten, mit gefühlte unangemessene hohe geschwindigkeit, kommt ein dunkler bmw auf mich zu. natürlich wollte er abbiegen und die einbahnstraße (30er zone) mit quitschenden reifen durchbrettern. sowas erlebt man hier öfters als die altmodische version die sogar ich in die fahrschule gelernt habe. rücksicht ist leider alles andere als “in”.

aber es kam anders.

er bog weder ab noch hielt an. stattdessem machte er sich mit seine huppe bemerkbar, als ob er mir sagen wollte ich solle mich in luft auflösen. leider ging alles zu schnell und auf der huppe folgte ein knall. da bin ich unsanft aus dem stand, samt susi, abgehoben.

nachdem sich meine benommenheit etwas gelegt hatte, versuchte ich meine brille zu finden um erst dann ganz vorsichtig zu schauen wo in mir noch was heile ist.

makaber fand ich daß der fahrer sich von mir näherte, versuchte mich hoch zu ziehen und mich fragte ob alles ok sei. wehement versuchte er das geschehen als “nix” zu bezeichnen um sich davon zu machen.

ich stand auf, benommen, krum, und unter schmerzen, grif zu mein handy und holte mir die tatü-tata-typen, samt krankenwagen. wenns schon niemand anderes macht, wat solls. ich kanns noch.

nach 2 stunden zwischen weißkitteln, das ergebnis: prellungen und abschürfungen, ein nicht ganz durchgebrochenen finger und ein knax im arschknochen. aber das schlimmste von allem ist: susi ist tod. die alte dame ist hin. nach über eine dekade, muß ich mich nu von ihr verabschieden.

susi.JPG

susi ist im arsch, mein arsch auch. und der arsch der das ganze verbockt hat, der ist heile geblieben. er hatte deutlich über 2 promille intus. shit happens.
little Joe

veröffentlicht am 14. Oktober 2008 unter flying outside, dünnpfiff / thin whistle

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