Blog

Monatsarchiv für August 2007

A(ngst) x A(bsurd) = A²?

es ist schon seltsam wie man sich steuert. einerseits versucht man zu geben, macht die tür weit auf, streckt die hand aus… andererseits ist unterschwellig die hoffnung da daß es einem genauso angetan wird. nicht daß da eine direkte verbindung zwischen beide richtungen wäre, aber der verborgenem wunsch dessen koexistenz.

man kann allein nur die erste nachweisen. um die zweite zu bestätigen muß man sich bewegen, sich outen. und dieser schritt ist ist groß, manchmal zu groß für beine die sich eher nach ein plätzchen zum hinsetzen suchen. tief im innerem sucht man nach der sichtbaren ausgestreckte hände, nach der sichtbaren offenen türen. aber selten sieht man sie. nicht daß es die nicht gäbe, daß sie nicht da wären. nur erkennen kann man sie in dem moment nicht. warum?

was macht uns unbeweglich, starr? mas hindert uns daran das in anspruch zu nehmen was wir brauchen, das was auch wir bereit sind zu geben? wo ist die bremse? und wie löst man sie?

da ist zum ersten ein gewisser scham, die sicherheit daß man den schuh ausziehen muß um zu zeigen wo es drückt. auch die notwendigkeit hilfe zu bekommen (statt mitgefühl) katalisiert die lautstärke des hilferufs. man will kein plenum deswegen aufrufen und der sache öffentlich preisgeben. und als letztes ist die angst da, daß die tür wo man klopft gar nicht auf geht.

die schale entsteht. die wächst um ein herum. und drin ist man allein. allein aber geschützt. vorallem vor sich selbst geschützt. indem man nicht rausgeht, nicht raus kuckt. man verzichtet auf das was ein heilen könnte, um die gefahr auszuschließen daß die medizin die falsche sei oder nicht wirkt oder uns verweigert wird. krass, oder?

wo sind sie alle wenn man sie braucht? warum muß man sie rufen? warum merkt es keiner??? warum nur?

die angst… sie steuert uns mehr als es hilfreich wäre. das große gefühl das uns zu paranoidale gedankengänge zwingt indem wir mit berechnungen anfangen. wir versuchen gezielt die warscheinlichkeit von der verschlimmerung auszurechnen. wir behaupten diese sogar nachweisen zu konnen, auch wenn es nur durch die verneinung vom gegenteil ist. man holt sich die lange gehassten mathematischen funktionen wieder in dem kopf. vom ausschluß von gegenteil durch absurd, wodurch man unweigerlich wieder beim absurd (nur ein anderer) landet. dieser ist aber zumindest “richtig” weil wissenschaftlich fundiert.

warum besitzen wir diese fähigkeit? warum könnens wir bei andere, trauen wir uns aber nicht es mit uns zuzulassen? warum sind wir so schnell bereit darauf zu verzichten?

wie soll man was anständiges rauskrigen wenn man in einer einzige rechenaufgabe angst und absurd als variablen gleichzeitig hat? menschen sind komisch.
little Joe

veröffentlicht am 19. August 2007 unter dünnpfiff / thin whistle

1 Kommentar »

socken im regal

hab was verloren. da drauf komme ich weil es mir fehlt, weil ichs vermisse. es war da und nu ist weg. nein, es gehörte mir nicht. und ob ichs jemals gehabt habe, bin ich mir auch nicht ganz sicher. sicher bin ich aber jetzt daß ichs nicht habe. und daß es mir fehlt, daß ichs gern hätte. oder daß ich zumindest die frage ob ichs hab oder nicht… weiter gern ungeklärt hätte. verlust ist immer was blödes. futsch ist mist!
es kling seltsam aber ich weiß wo es ist. ich könnte hin gehen und würd es sehen. und dennoch geh ich nicht hin. ich habs einfach nicht. auch wenn ich hin ging, würd ichs nicht wieder kriegen. es ist da, nur nicht mehr für mich.

hab was wieder gefunden. nein, natürlich nicht das selbe wovon ich oben erzählte. was anderes!
ich habs wieder. ich habs ohne es zu besitzen, ohne meins zu sein, ohne weitere ebenen als die. ich habs, punkt.
ich habs vermißt, dolle! es ist wie die lieblings-kuschelsocken die seit jahren hinter der schublade darauf warteten daß man den schrank auseinander nimmt um sie zu finden. und es war fast so. ich hab aus dem alten schrank die teile aussortiert die eh nicht notwendig waren, weil ich sowieso ein regal haben wollte. schränke sperren ein, sind schwer und undurchsichtig. ein offenes regal das sein zu aufbewarendes offen zur schau stellt, das ist ein ehrliches teil! hatte ich schon lange vor, dieser umbau. und da wars, das was ich vermißt aber nie vergessen hatte, und ich könnte wetten daß die freude nicht nur auf mein seite war. toll!

an das was ich verloren hab: ich vermisse dich! :-(
an das was ich wieder gefunden hab: danke für die hilfe beim suchen ;-)
an beider: scheißspiel…

little Joe

veröffentlicht am 17. August 2007 unter dünnpfiff / thin whistle

0 Kommentare »

pragmatischmus

lieben, lieb haben, daran verliebt sein, mögen, gern haben, brauchen, daran gewöhnt sein, damit leben können, davon abhängig sein, in kauf nehmen, mit fassung ertragen…
ich befasse mich momentan mitm aufräumen. an die die mich kennen, keine angst: mein materielles reich ist davor sicher. ich räume nur mein hirn auf.
wenn man es genau nimmt, bin ich seit ewigkeiten auf dem trip daß ich mich von den drang zu befreien versuche, alles einen namen zu geben. klappen tut es aber immer noch nicht ganz.
mir fällt es schwer einige fragmente richtig zuzuordnen. und um sie zu betrachten muß ich sie isolieren und ihnen namen geben, unterschiedliche namen. bis hier, sind die schwierigkeiten nur in absolute zahlen riesig.
der unterschied zwischen gut und war schon immer so ist so ein fall. auch zwischen brauchen und möchten kann ichs äußerst selten.
die idee für die maßnahme ist geklaut, aber gut geklaut. ein guten freund sagte mir vor einige zeit daß er auf ein entmaterialisierungs-trip sei. er trenne sich von alles was er nicht braucht. er erschafft damit den raum um das zu geniessen was er gern hat, schätze ich. freiheit, wenn man das auf die spitze treibt. auch ein von mir angestrebtes ziel, knapp aber zielgenau formuliert von Janis Joplin.
nur ich machs mitn kop, weil ichs mitn rest nicht will oder kann, auch vielleicht weils mir grad wichtiger ist, egal…
mein großtes problem ist neben der ehrliche und rational vertretbare zuordnung, die praktische umsetzung dessen ergebnissen. und da hackts bei mir, ganz gewaltig.
wo ziehe ich die grenze? was behalte ich und schleppe weiter auf meiner reise? was lasse ich hinter mir? ich würd gern ein großes lager einrichten, indem ich alles packe was ich nicht mitnehmen will, aber ohne die bedingung daß ich mich davon endgültig trennen muß. schon zu erkennen daß ichs so gern machen würde, wirft mich zurück. warum ärgert es mich so, daß ichs nicht kann? wovor hab ich angst?
zersäg den ast auf dem du sitzt, spring ab, fäng an zu laufen… hört sich supi an im radio.
little Joe

veröffentlicht am 14. August 2007 unter dünnpfiff / thin whistle

0 Kommentare »

from stone to dust

since around one week I’m carving on a little piece of soap-stone, every day a little bit. it’s more a therapy-carving than a art-work. no hurry, no pressure.
it’s a little piece of green-shiny stone that I found between many other in my stone-box. a beautiful stone with a straight side, where I started to carv. I wanted to leave the rest of the stone as it is. I like it sometimes, not to push too much. every natural material has his own personality, and I try to allow it to keep it. usually I try to make this personality visible, instead of hiding it behind complicated forms. that’s why I decided to carv only on this one side that was not natural any more.
but yesterday I got the feeling that the carving was not geting better. the more I carved, the less I liked it. I was making stone-dust and blowing it in the wind. the stone was geting narrow, this beautiful stone was disapearing without a visible reason.
that’s when my friend Dietmar, next to me, stopped smoking his pipe and sayed the magic words:
the stone was already nice before you started to carv on it…
that was the point where I realized that I missed the right moment to stop. he was right. I should not allways try to put my signature on things that don’t need my help to look nice. I forgot one of my own rules: if it isn’t broken, don’t try to fix it!
little Joe

veröffentlicht am 6. August 2007 unter eng/port/fra..., werkstatt, dünnpfiff / thin whistle

0 Kommentare »

alô pessoal!

prós que não percebem puto do que eu ando aqui a escrever, cá vai o meu pedido de desculpas. eu tento definir a língua em consonância com a importância daquilo que escrevo e com o destinatário que pretendo atingir. assim sendo, são temas filosóficos e mais generais em inglês, e o resto fica em alemáo. prós que nem um nem outro percebem, sinceramente náo me apetece traduzir tudo. vou tentar escrever de vez em quando tb em lusa-língua mas não prometo nada, ok? é tb uma questão de mantêr estes textos expontâneos, em vez de perder sistematicamente o fio porque tenho que abrir o dicionário. se perco muito tempo com palavras únicas, perco tb o fio do pensamento e em vez dum texto sai um romance.
desculpem lá o mau jeito. why don’t you learn some new languages for a change?
little Joe

veröffentlicht am 1. August 2007 unter eng/port/fra...

0 Kommentare »

schwerter und erdnüsse

irgendwo richtung osten sagt man sinngemäß:

hole dein schwert nie ohne ein grund aus der scheide, und schiebe ihm nie ohne blut wieder herein.

das ist ein satz (hab den genauen wortlaut nicht, sorry) der mir immer wieder in erinnerung kommt wenn ich alibi-maßnahmen begegne.

wenn man nicht vor hat das ding zu benutzen, wozu das zeigen? es ist erstaunlich wieviel zeit und mühe in einschüchterungen vergeudet werden. sinnfreie situationen indem man sich nur tiefer eingraben kann ohne das eigentliche ziel gar zu tangieren… stupides kräftezerren auf der suche nach dem punkt wo man recht bekommt ohne es zu haben.

wenn ihr eures gezuckt habt, was denn? danach gehts nur in einer richtung, oder?

und wie wärs mit einsicht? wie wärs mit einschalten der denkdrüse? man muß nicht um eine erdnuss mit kalaschnikows kämpfen. auch eine erdnuss kann man teilen, wenn man schon die größe dazu nicht besitzt ihm den anderen mit ein ehrlichen “darüber fäng ich erst gar nicht an mich zu streiten” zu überlassen.

oft erkenne ich dieses “spielchen” in punkte wo sich fachliche und amtliche kompetenzen kreuzen. nicht jeder vorgesetzter muß mehr wissen als seine mitarbeiter. er muß aber die fähigkeiten seiner mitarbeiter in die richtige richtung lenken und einsetzen zu wissen. wenn das nicht klappt… dann ist der vom vorgesetztem freiwillig und eigenhändig ausgesuchten mitarbeiter doch schuld an der misere???

bleiben wir doch auf dem teppich, ja? wer zu blöd ist um seine vision von fremden händen bauen zu lassen, der sollte sich mal an den teil da vorne fassen, da wo die dreckige brille drauf sitzt. fehler zuzugeben ist eine frage der größe. irren ist nicht schlimm. ein irrtum zu erkennen und weiter irren, doller irren, das ist pervers.

little Joe

veröffentlicht am 1. August 2007 unter dünnpfiff / thin whistle

0 Kommentare »