18.27 uhr - base-camp

nennen wirs einfach base-camp. zuhause isses schon seit ‘ne weile eh nicht mehr obwohl immer noch vertrautes gebiet ist, also… base-camp.

kalt isses. kein wunder, nach ‘ne woche. alles da, am selben ort. aufgeräumt hat keiner. geputzt auch nicht. ich hab auch dafür keine zeit jetze. es ist wochenende und ik will endlich mal wieder ausschlafen!!!

es ist samstag. jetzt merke ich wieder die sache mit dem zuhause oder nicht. es gibt hier die leute die sich melden wenn sie was brauchen, wenn sie was wollen. die sind auch dazu berechtigt gesagtes ganz schnell wieder zu vergessen ohne reue zu zeigen oder sich entschuldigen zu müssen. sie sind auch nicht verpflichtet, mir zur hand zu kommen wenns grad angebracht wäre. das sind die die ich mal freunde genannt hab als es noch anders war. tja… richtige freunde sind meistens woanders wohnhaft, als wir. die gibts aber.

egal. hab mir vorgenommen heut ‘n bier zu trinken und jetzt mach ich das auch. vielleicht trink ich sogar noch ‘n zweites. frust will rein und ich versuche ihn auf abstand zu halten mit mundgeruch. wenn bier allein nicht hilft, hab ich noch irgendwo knoblauchpulver die ich in 98%iger iso-propanol auflösen kann. danach kann sich einer von uns mit sicherheit “sieger” nennen. ich machs lieber zuhause. dann gibts auch keine zeugen.

zu therapeutischen zwecken, versuche ich in diese momente immer das selbe zu tun: ich stelle mir die kronologische markierung vor in ein halbes jahr. dann schaue ich zurück auf jetzt, mit stolzen blick und sage: “boah, waren das harte zeiten. aber ich habs überlebt!”. das grinsen entsteht und ich schüttle den kopf vor mich hin, rolle mit den augen und zeige mir selber ‘nen vogel. es ist bekloppt sich über überstandenen schwere zeiten zu freuen wenn man noch gar keinen plan davon hat, wie man ausm schlamasel rauskommt. aber ich mache es trotzdem. ich darf das. meine multiple und gespaltene persönlichkeit kommt mir grad dafür richtig.

also, im base-camp. plaste-tortellinis aus der tk waren noch gebunkert für schlechte tage, also heute. satt haben sie gemacht, wenn man vergißt daß das ding schmeckt wie… egal. bier drauf und dann schmeckt eh alles nach bier. kippe dazu und der kneipen-feeling ist fast perfekt.

erwähnenswert ist daß ich grad mit dem ersten bier fertig bin, den ich seit mehrere wochen getrunken hab. witzig ist auch daß mir täglich gefäße durch die flossen gehen, wo kubikmeter von den zeug platz hatten. ja, liebe freunde, wie immer befasse ich mich mit was sonderbares: transport-gefäße für flussige lebensmittel, im leer-zustand, meistens vollkommen ausgetrunken und ungewaschen. klempner wär schlimmer (denk ich mal).

mist. schon wieder vom thema abgekommen. ich wollt grad vom base-camp berichten. egal. jetzt weiß ich nicht mehr was ich sagen soll. hier ist in den letzten 6 tage eh nix passiert.

jetzt hab ich bock auf chips. hatte bestimmt auch welche gebunkert, wenn ich mich noch recht erinnere… nur wo? wo waren die ganze geheimen verstecke nochmal?

veröffentlicht am 15. Februar 2009 unter diary

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